Portrait im Abendrot
Wie macht man eigtl. ein Portrait, wenn kein helles Umgebungslicht mehr da ist?
Mit Blitz!
Und wie schafft man es, dass das schöne Abendrot im Hintergrund trotzdem noch sichtbar ist und nicht weggeblitzt wird?
Genau!
Es folgt ein kleiner Exkurs aus dem Bereich “Try & Error”…
Aber Eines nach dem Anderen.
Meine Freundin und ich hatten es uns auf dem Balkon gemütlich gemacht und mir fiel das wunderschöne Abendrot über der Kieler Skyline auf.
Dadurch angespornt wollte ich meine Freundin vor dem Abendrot ablichten.
Nun verhält es sich ja so, dass man meine Freundin ohne Blitz nur als schwarze Schattengestalt vor dem Abendrot wahrnehmen würde – ich muss sie also anblitzen, damit man sie sieht.
Würde ich das aber einfach so “Cam, Blitz drauf, abdrücken” machen, wäre das Abendrot passée, aber meine Freundin total gut ausgeleuchtet.
Es geht also darum, die Balance zwischen Abendrot und Blitz zu finden.
Dazu gibt es wohl genauso viele Varianten, wie Wege nach Rom – ich hab die Umständlichste gewählt.
Blitz auf die Cam und beide auf M gestellt. Abendrot anmessen, Blende und Verschlusszeit (Synchronzeit beachten) nach Belieben anpassen, Model fokussieren, Foto machen. Da der Blitz auf M steht, muss man hier ein wenig spielen, um eine schöne Balance zu erhalten.
Um das Gesicht nicht so platt auszuleuchten, hab ich den Blitz zusäzlich über die Balkonwand gebounced.
Hier 2 Ergebnisse plus eine kleine Skizze. Die Bilder sind lediglich verkleinert und beschnitten worden.
Bild 1: 40mm f1/5 F8.0 ISO 100 Flash fired
Bild 2: 18mm f1/15 F4.0 ISO100 Flash fired